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Das Ende von klassischen Frau-Mann-Kniggerollen?

In der "guten, alten Zeit" war die Rollenverteilung bei den Umgangsformen noch klar verteilt. Da half der Herr der Dame in den Mantel, der Jüngere hielt für die ältere Person die Tür auf. Die Damen hatten Vortritt und aber auch oft genug das Nachsehen.

Schließlich wurden Frauen oft in Rollen gedrückt, in denen sie sich kaum entfalten konnten. Ihr Verhalten war vorgegeben und die Freiheit der Selbstbestimmung stark eingeschränkt. So liest man im Ur-Knigge, dass 1788 Frauen nur reden durften, wenn sie gefragt wurden. Und noch 1977 konnte ein Mann seiner Frau verbieten zu arbeiten.

So ist es sicherlich ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung, die vorgefertigten „Mann macht das“ und „Frau tut dies“ aufzulösen. Da heißt es die Chance zu nutzen und allgemein die gegenseitige Unterstützung und Rücksichtnahme zu fördern. Unabhängig von Alter oder Geschlecht kann man hier auf die ganz praktischen Aspekte schauen und situationsgerecht handeln.

Auf einem Supermarktparkplatz beim täglichen Einkauf muss der Herr der Dame nicht unbedingt die Autotür aufhalten. Wenn sie aber für den Besuch der Oper ein schönes langes Kleid trägt kann es schon sein, dass es gut ist, wenn er beim Aus- oder Einsteigen die Tür übernimmt und sie sich um ihr Kleid kümmern kann.

Der Klassiker ist das Restaurant und die abschließende Rechnungsfrage: Wer bezahlt? Auch heute kann der Herr beim ersten Date die Rechnung übernehmen. Das ist nicht respektlos der Frau gegenüber, weil man ihr damit nicht unterstellt, nicht genug zu verdienen, um ihr Essen selbst zu bezahlen. Es ist eher ein Zeichen der Anerkennung und Freude über eine interessante Begegnung. Grundsätzlich kann die Begleichung der Rechnung immer vom Gastgeber übernommen werden. Wer das Restaurant ausgesucht hat, den Tisch reserviert hat und als erster die Bestellung aufgibt ist normalerweise in dieser Rolle und übernimmt schlussendlich auch die Rechnung.

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