Erster Eindruck im Praktikum – die fünf häufigsten Fehler
- Andreas Lassen

- 20. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Der erste Eindruck entsteht schneller, als Du denkst. Oft reichen wenige Sekunden, wenige Worte, wenige Gesten. Und gerade im Praktikum zählt dieser erste Eindruck besonders. Denn Du bist neu, unbekannt und wirst automatisch beobachtet. Nicht kritisch, sondern neugierig. Die gute Nachricht: Du musst nicht perfekt sein. Aber Du kannst bewusst auftreten.
Hier findest Du die fünf häufigsten Fehler – und was Du stattdessen tun kannst.
Fehler 1: Zu locker oder zu distanziert auftreten
Viele versuchen, möglichst entspannt zu wirken. Andere sind so zurückhaltend, dass sie fast unsichtbar werden. Beides kann unglücklich wirken. Zu locker kann respektlos erscheinen, zu distanziert wiederum unsicher oder desinteressiert.
Der bessere Weg liegt dazwischen. Freundlich, offen, interessiert und respektvoll. Du musst niemanden beeindrucken. Aber Du darfst zeigen, dass Du da bist und dazugehören möchtest.
Ein Lächeln, ein klarer Blick, ein ehrlicher Gruß wirken oft stärker als jedes aufgesetzte Verhalten.
Fehler 2: Unpünktlichkeit unterschätzen
Fünf Minuten zu spät wirken nicht wie fünf Minuten. Sie wirken wie Desinteresse. Gerade am ersten Tag. Auch im Praktikum gilt: Pünktlichkeit ist kein Zwang, sondern ein Zeichen von Wertschätzung.
Plane Deinen Weg lieber zu früh als zu knapp. Wenn doch etwas passiert, melde Dich. Nicht mit Ausreden, sondern mit Klarheit. Du zeigst damit: Ich nehme diesen Platz hier ernst.
Fehler 3: Zu passiv bleiben
Viele Praktikantinnen und Praktikanten wollen nicht stören. Sie warten, bis man ihnen etwas sagt. Das ist verständlich. Aber es nimmt Dir Chancen. Du musst Dich nicht aufdrängen. Doch Du darfst Fragen stellen, Interesse zeigen, kleine Aufgaben anbieten. Ein einfaches „Kann ich hier noch etwas unterstützen?“ wirkt nicht nervig, sondern engagiert. Praktikum bedeutet Lernen. Und Lernen beginnt mit Mut und Interesse.
Fehler 4: Digitale Ablenkung unterschätzen
Das Handy auf dem Tisch, der schnelle Blick auf Nachrichten, das Scrollen in Pausen vor anderen – all das sendet Signale. Auch wenn es unbewusst geschieht.
Natürlich darfst Du Dein Handy benutzen. Aber bewusst. Dein Umfeld nimmt wahr, womit Du Deine Aufmerksamkeit teilst. Und Aufmerksamkeit ist heute eine der größten Formen von Respekt.
Wer präsent ist, wirkt interessiert. Wer ständig abtaucht, wirkt schnell unbeteiligt.
Fehler 5: Kleidung und Auftreten nicht anpassen
Du musst Dich nicht verkleiden. Aber Du solltest Dich anpassen. Jedes Umfeld hat seinen eigenen Stil. In manchen Betrieben ist er locker, in anderen formeller. Beobachte. Und orientiere Dich.
Saubere Kleidung, gepflegtes Auftreten und eine ruhige Körpersprache zeigen: Du nimmst Dich selbst ernst. Und genau das wirkt auf andere.
Was wirklich zählt
Der perfekte Lebenslauf beeindruckt weniger als Dein Verhalten. Deine Haltung, Deine Offenheit, Deine Zuverlässigkeit und Deine Bereitschaft zu lernen. Ein Praktikum ist kein Test, den Du bestehen musst. Es ist eine Begegnung. Und jede Begegnung lebt von Respekt, Aufmerksamkeit und echtem Interesse.
Dein Vorteil
Du hast heute etwas, das viele unterschätzen: Bewusstsein. Wenn Du diese fünf Fehler kennst, musst Du sie nicht mehr machen. Und allein dadurch wirkst Du bereits professioneller als viele andere.
Nicht, weil Du perfekt bist. Sondern weil Du bewusst bist. Und genau das bleibt im Kopf.





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