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Virtuell präsent sein: So überzeugst Du in Video-Calls


Tipps zu Kamera-Angle, Hintergrund, aktiver Beteiligung und Zoom-Etikette

Video-Calls sind längst kein Notbehelf mehr. Sie sind Besprechungsraum, Konferenzsaal und Begegnungsort zugleich. Ob im Homeoffice, im Coworking-Space oder unterwegs: Dein Auftritt vor der Kamera prägt, wie Du wahrgenommen wirst. Und genau deshalb lohnt es sich, diesen digitalen Raum bewusst zu gestalten. Dabei muss es nicht bis ins Kleinste perfekt sein. Es sollte professionell, aber auch authentisch wirken.

Dein Bild ist Deine Visitenkarte

Die Kamera zeigt mehr als Dein Gesicht. Sie zeigt Haltung, Aufmerksamkeit und Professionalität. Positioniere sie auf Augenhöhe. Nicht von unten, nicht von schräg oben. Dein Gegenüber soll Dir auf Augenhöhe begegnen können.

Auch der Abstand zählt. Zu nah wirkt bedrängend, zu weit distanziert. Dein Oberkörper und Dein Gesicht sollten gut sichtbar sein. So entsteht Nähe, ohne aufdringlich zu wirken.

Licht ist Dein bester Freund. Natürliches Licht von vorne ist ideal. Von hinten macht es Dich zur Silhouette. Und niemand möchte mit einem Schatten sprechen.

Der Hintergrund spricht mit

Dein Hintergrund erzählt eine Geschichte. Er darf ruhig persönlich sein, aber nicht privat. Ein aufgeräumtes Regal, eine helle Wand, ein dezentes Bild. Das wirkt klar, ruhig und professionell.

Virtuelle Hintergründe sind erlaubt. Aber sie sollten stabil, hochwertig und nicht ablenkend sein. Nichts stört mehr als flackernde Umrisse oder wilde Landschaften.

Frage Dich: Würde ich diesen Raum auch in einem echten Besprechungszimmer zeigen wollen?

Kleidung wirkt auch digital

Nur weil man Dich vielleicht nur bis zur Brust sieht, heißt das nicht, dass Kleidung unwichtig ist. Farben ohne wilde Muster wirken ruhiger. Kontraste helfen, Dich vom Hintergrund abzuheben.

Und ja: Auch die Jogginghose unten bleibt ein offenes Geheimnis. Aber sie verändert oft unbewusst Deine Haltung. Kleidung beeinflusst Dein Auftreten mehr, als Du denkst.

Beteiligung ist Deine Bühne

In Video-Calls verschwindet man schneller, als man glaubt. Wer nur zuhört, wird leicht übersehen. Das heißt nicht, dass Du ständig sprechen musst. Aber Du darfst sichtbar sein.

Nicken, lächeln, kurze Rückmeldungen, gezielte Fragen. All das zeigt Präsenz. Schalte Deine Kamera an, wenn es möglich ist. Stimme bekommt Gewicht, wenn man dazu ein Gesicht sieht.

Und bitte: Multitasking bleibt selten unbemerkt. Tippen, Scrollen, Wegschauen. Dein Gegenüber merkt es. Aufmerksamkeit ist auch digital spürbar.

Mikrofon, Mute und Timing

Das Mikrofon ist Deine akustische Visitenkarte. Prüfe es vor dem Call. Hintergrundgeräusche, Tastaturklappern oder Straßenlärm lenken ab.

Die Stummschaltung ist Dein Freund. Nutze sie bewusst. Und genauso bewusst löse sie wieder, wenn Du sprichst. Kleine technische Disziplin schafft große Gesprächsqualität.

Sprich nicht hinein, sondern in einen ruhigen Moment. Kurze Pausen helfen. Digitale Gespräche brauchen etwas mehr Geduld als analoge. Nicht immer ist sofort sichtbar, wer als nächstes etwas beitragen möchte. Hier kann ein Moderator, eine Maderatorin helfen. Oder eine gemeinsame Diskussionsdisziplin.

Zoom-Etikette ist moderne Höflichkeit

Pünktlichkeit gilt auch digital. Prüfe daher frühzeitig, ob Dein Zugang, Kamera, Ton, Hintergrund und alles andere passt. Blickkontakt entsteht durch die Kamera, nicht durch den Bildschirm. Spreche daher in die Kamera, wenn Du dran bist. Namen richtig aussprechen, andere ausreden lassen, Beiträge wertschätzen, sollten die einfache Grundlage eines respektvollen Miteinanders sein.

Auch im virtuellen Raum gilt: Du bist Teil einer Gruppe. Und Dein Verhalten wirkt auf alle.

Deine Wirkung bleibt menschlich

Am Ende bleibt trotz Technik eines gleich: Menschen begegnen Menschen. Mit Respekt, Aufmerksamkeit und Haltung. Wenn Du Dich wohlfühlst, fühlen sich andere mit Dir wohl.

Virtuelle Präsenz ist keine Frage der Technik. Sie ist eine Frage Deiner inneren Haltung.

Und genau die kann man auch durch eine Kamera spüren.

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